Menü

Wer betreibt Freifunk?

Letztlich werden freie Funknetze von allen Bürgern betrieben, die einen Teil dazu beitragen. In Deutschland haben sich aus den anfänglich lose verbundenen Tüftlern oftmals stadtweite oder regionale Vereine gebildet. Nicht jeder, der einen Router für Freifunk in sein Fenster stellt, muss aber Vereinsmitglied sein; es gibt keine zentrale Verwaltung oder Registrierung. So haben die Berliner Freifunker den Förderverein freie Netzwerke gegründet, der als Ansprechpartner auftreten kann und Veranstaltungen und Treffen organisiert. Drumherum gibt es eine deutlich größere Aktiven-Community.

Warum Unterstützt die NRW Landesregierung Freifunk ?

Die Landesregierung will digitales, bürgerschaftliches Engagement fördern. Nicht gewinnorientierte Freifunk-Initiativen fördern in praktischen Projekten Medien- und Technikkompetenz. Neue Freiwillige bauen gemeinsam mit erfahrenen Freifunkern Netze auf, bespielen Router, installieren Hotspots und organisieren sich in Stadtteilen. Solche gelebten Kompetenzprojekte will die Landesregierung fördern, in Umsetzung des Landtagsbeschlusses „Freifunk in Nordrhein-Westfalen: Bürgernetze ausbauen und weiter stärken!“.


Übergeordnete Ziele der Förderung sind:

  • die Förderung von Erprobung und Erforschung freier Bürgernetze in Pilotprojekten und neuartiger Kommunikationsmöglichkeiten in Mesh-Netzwerken
  • die Förderung neuer Formen digitalen bürgerschaftlichen Engagements für offene, dezentrale, nicht-kommerzielle Bürgerdatennetze in Nordrhein-Westfalen.

Wie fördert das Land NRW den Ausbau von Freifunk ?

Im Pilotprojekt sollen vorzugsweise juristische Personen wie Freifunk-Vereine gefördert werden, die nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind, ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen haben und bereits erfolgreiche Aktivitäten zum Beispiel beim Aufbau offener Bürgernetze oder der Förderung schöpferisch-kritischen Umgangs mit Technologie vorweisen können. Sie können eine Zuwendung beantragen.

Zu den verfolgten Zielen der Landesregierung zählen:

  • Ausbau und Fortentwicklung durch Freiwillige eines im Hinblick auf das Wachstum lokaler Zugangspunkte zukunftsträchtigen und leistungsfähigen Backbone-Netzwerks zur Verbindung lokaler Bürgerdatennetze in Nordrhein-Westfalen und zur Anbindung dieser an das Internet.
  • Förderung, Ausbau und Fortentwicklung lokaler Backbones von Bürgerdatennetzen in Nordrhein-Westfalen
  • Förderung, Ausbau und Fortentwicklung lokaler Bürgernetze
  • Verbreitung der Medien- und Technikkompetenz in Nordrhein-Westfalen durch Vermittlung von Wissen über Funk- Netzwerktechnologien und insbesondere über praktische Möglichkeiten von Nutzern, sich in offenen Netzen zu schützen.

Projekte dieser Vereine werden von der Landesregierung im Rahmen einer Zuwendung bislang gefördert:

Was können Bürger, Vereine, Stiftungen, Unternehmen und andere für Freifunk tun?

Sehr viel. Freifunk lebt vom Engagement Freiwilliger. Einige stellen Router mit Freifunk-Software auf und teilen ihre Internetanbindung darüber. Der Freifunk-Datenverkehr läuft über dieselbe physische Leitung wie der eigene der Nutzer, ist aber logisch getrennt. Es gibt andere Konfigurationen: Wenn Backbone-Standorte, deren Ausbau die Landesregierung fördern will, in der Nähe sind, kann jeder die Reichweite vergrößern, indem er einen entsprechend konfigurierten Router aufstellt. So wird Freifunk weiter im Viertel verteilt.                                                                        

Freifunk-Vereine brauchen Mitglieder, Freifunk-Initiativen brauchen Freiwillige und Spender, Freifunk-Netze brauchen Standorte für Hotspots und Richtfunkstrecken – engagieren Sie sich!

Was kostet Freifunk?

Für die Nutzung fallen für Dich keine Kosten an. Falls Du selbst einen Freifunk-Zugang anbieten möchtest benötigst Du neben Deinem eigenen Internetanschluss (falls noch kein anderer Freifunk-Knoten in Reichweite ist) einen passenden Router. Diese kostet je nach Modell ab ca. 15€. Du kannst ihn im Laden kaufen oder von uns Infos erhalten. Die jährlichen Stromkosten für das Betreiben des Routers belaufen sich auf unter 5 €, weitere Kosten fallen nicht an.